Unser Urlaub an der Côte d’Azur
Eine Woche Meer, Küstenpfade und 2.542,73 Euro später
In den Pfingstferien hat es uns dieses Jahr an die Côte d’Azur verschlagen. Obwohl wir schon viele Urlaube in Europa gemacht haben, waren wir bisher noch nie in dieser Region Frankreichs unterwegs. Wir wollten gerne ans Mittelmeer, gleichzeitig aber keine allzu lange Anreise in Kauf nehmen. Spanien wäre uns für eine Woche etwas zu weit gewesen, also fiel die Wahl schließlich auf Südfrankreich.
Wie viele unserer Urlaube begann auch dieser zunächst mit der Suche nach einer passenden Unterkunft. Da wir mit Kind und Hund verreisen, suchen wir gezielt nach Ferienhäusern mit eingezäuntem Grundstück. Dabei schauen wir nicht nur auf den Preis, sondern auch darauf, ob wir uns dort eine Woche lang wohlfühlen würden. Schließlich verbringen wir dort nicht nur die Nächte, sondern kehren nach Ausflügen zurück, essen gemeinsam oder lassen einfach den Tag ausklingen.
Über hundeurlaub.de sind wir schließlich auf ein Ferienhaus in der Nähe von La Croix-Valmer gestoßen. Besonders begeistert hat uns der Meerblick. Obwohl das Haus einige Minuten vom Strand entfernt auf einem Hügel lag, konnten wir von dort aus weit über die Küste blicken. Einen solchen Ausblick hatten wir bisher noch in keinem unserer Urlaube.
Mit dem Toyota Yaris nach Südfrankreich
Die Anreise erfolgte wie immer mit unserem eigenen Auto. Unser Toyota Yaris mag auf den ersten Blick nicht wie das klassische Urlaubsfahrzeug wirken, aber mit Dachbox und Hund im Kofferraum funktioniert das für uns seit Jahren erstaunlich gut. Morgens kurz vor sieben Uhr sind wir losgefahren und am Abend angekommen.
Eine Zwischenübernachtung war nicht notwendig. Vorab hatten wir die Mautkosten grob kalkuliert und uns beim ADAC über die Strecke informiert. Ein großer Vorteil dieser Reiseform ist für uns die Flexibilität vor Ort. Wir können jederzeit spontan entscheiden, welchen Strand wir besuchen oder welchen Ort wir erkunden möchten, ohne auf Fahrpläne oder Mietwagen angewiesen zu sein.
Viele Strände, kleine Orte und jede Menge Natur
Die Region rund um La Croix-Valmer hat uns positiv überrascht. Entlang der Küste gibt es zahlreiche unterschiedliche Strände, kleine Buchten und wunderschöne Küstenwege.Während unseres Aufenthalts haben wir verschiedene Orte in der Umgebung besucht, darunter Ramatuelle, Gassin und Cavalaire-sur-Mer. Besonders gefallen haben uns die Küstenpfade, die oft direkt an den Stränden beginnen. Dort konnten wir stundenlang am Meer entlanglaufen und immer wieder neue Ausblicke entdecken.
Dabei waren es oft die kleinen Dinge, die uns in Erinnerung geblieben sind. Auf einem der Wege kreuzte plötzlich eine Schlange unseren Pfad. An anderer Stelle schienen hunderte Raupen unterwegs zu sein, die gemächlich den Weg überquerten. Im botanischen Garten entdeckten wir eine leuchtend grüne Echse, die fast künstlich wirkte. Und wenn wir abends auf der Terrasse saßen und den Blick über die Landschaft schweifen ließen, hörten wir häufig Frösche oder Kröten, obwohl weit und breit kein größerer Teich zu sehen war.
Generell verbringen wir unsere Urlaube gerne draußen in der Natur. Deshalb fallen bei uns meist deutlich weniger Eintrittsgelder an als beispielsweise bei einer Städtereise. Statt Museen, Freizeitparks oder größeren Attraktionen stehen bei uns eher Spaziergänge, Wanderungen und das Erkunden der Umgebung auf dem Programm.Eine Ausnahme war dieses Mal ein botanischer Garten, den wir besucht haben. Der Ausflug hat uns sehr gut gefallen und war eine schöne Abwechslung zu den Strandtagen.
Eine Überraschung aus dem Supermarkt
Normalerweise kochen wir in unseren Ferienhäusern recht viel selbst. Dadurch bleiben die Kosten überschaubar und wir können flexibel planen. In Frankreich lief das allerdings etwas anders.
Schon beim ersten Einkauf sind uns die vielen vorbereiteten Gerichte aufgefallen. Aufläufe, Tartes, frische Pizzen und andere Spezialitäten sahen deutlich verlockender aus als vieles, was wir aus deutschen Supermärkten kennen. Entsprechend landeten diesmal häufiger Fertiggerichte im Einkaufswagen als sonst.
Unsere Lebensmittelausgaben lagen dadurch etwas höher als in vielen anderen Urlauben. Rückblickend war das aber völlig in Ordnung. Schließlich gehört für uns auch das Ausprobieren regionaler Besonderheiten zu einer Reise dazu.
Ein unerwarteter Genussurlaub
Rückblickend würden wir sogar sagen, dass dieser Urlaub auch kulinarisch etwas Besonderes war. Egal ob im Supermarkt, in den Bäckereien oder im Restaurant – wir haben selten so viele leckere Dinge entdeckt wie in dieser Woche. Besonders in Erinnerung geblieben ist uns ein Abend im „Le Petit Gigaro“. Eigentlich wollten wir einfach nur entspannt essen gehen. Am Ende bekam ich dort eine Pizza, die ich ohne Übertreibung zu den besten Pizzen zählen würde, die ich bisher gegessen habe. Und das ausgerechnet in Frankreich und nicht in Italien.
Mindestens genauso in Erinnerung bleiben werden uns die vielen kleinen Konditoreien. Fast täglich haben wir Tartes, Törtchen oder andere süße Spezialitäten ausprobiert. Die Preise lagen häufig zwischen fünf und sechs Euro pro Stück. Im botanischen Garten hatten wir sogar ein Erdbeertörtchen, das allein 13 Euro kostete. Objektiv betrachtet war das teuer. Geschmacklich war es allerdings jeden Euro wert. Zusammen mit den vielen kleinen Spezialitäten wurde dieser Urlaub für uns unerwartet zu einem kleinen Genussurlaub. Das hatten wir so vorher gar nicht auf dem Schirm.
Unser persönliches Urlaubsbudget
Mit knapp 1.500 Euro für das Ferienhaus inklusive Bettwäsche, Handtüchern und Endreinigung lag die Unterkunft fast an unserer persönlichen Obergrenze. Normalerweise versuchen wir, bei einer Urlaubswoche darunter zu bleiben. Wie stark die Kosten von Region und Reisezeit abhängen, haben wir in anderen Urlauben bereits erlebt. In Dänemark hatten wir außerhalb der Hauptsaison beispielsweise schon ein Ferienhaus, das nur rund 650 Euro für eine Woche gekostet hat.
Generell liegen unsere einwöchigen Urlaube meist irgendwo zwischen 1.500 und 2.500 Euro Gesamtkosten. Wie hoch die tatsächlichen Kosten ausfallen, hängt dabei vor allem von der Unterkunft, der Reisezeit und der Region ab. Natürlich könnte man günstiger reisen. Es gibt einfachere Unterkünfte, andere Reiseformen oder Möglichkeiten, noch mehr selbst zu kochen. Gleichzeitig wissen wir inzwischen ziemlich genau, worauf wir in einem Urlaub Wert legen. Ein schönes Ferienhaus, die Möglichkeit, unseren Hund mitzunehmen, und genügend Flexibilität vor Ort gehören für uns einfach dazu.
Was hat unser Urlaub gekostet?
Da wir auf dem Blog häufig über Geld, Planung und finanzielle Freiheit schreiben, möchten wir die Kosten wie immer transparent offenlegen.
| Kategorie | Kosten |
|---|---|
| Ferienhaus inkl. Bettwäsche, Handtücher und Endreinigung | 1.470,00 € |
| Maut | 147,80 € |
| Parken | 12,80 € |
| Benzin | 260,19 € |
| Lebensmittel | 272,14 € |
| Konditoreien & Bäckereien | 105,10 € |
| Restaurant | 63,00 € |
| Botanischer Garten | 37,00 € |
| Kaffee & Törtchen im Botanischen Garten | 45,70 € |
| Souvenirs | 129,00 € |
| Gesamt | 2.542,73 € |
Zu den Souvenirs gehörten unter anderem ein Schnorchelset, Flipflops, ein Strandtuch, ein Sonnenhut, ein Mäppchen, einige Postkarten und ein paar kleine Erinnerungsstücke aus der Region.
Würden wir es wieder so machen?
Ja. Die Côte d’Azur war für unsere Verhältnisse eher ein teurer Urlaub. Gleichzeitig wussten wir das bereits bei der Buchung. Das Ferienhaus lag fast an unserer persönlichen Preisgrenze, und auch die Lebenshaltungskosten vor Ort waren etwas höher als in vielen unserer bisherigen Reiseziele.
Trotzdem würden wir den Urlaub genauso wieder buchen. Wir hatten eine schöne Unterkunft mit Meerblick, konnten unseren Hund problemlos mitnehmen, haben viele unterschiedliche Küstenabschnitte erkundet, wunderschöne Küstenpfade entdeckt und eine Woche lang genau die Art von Urlaub gemacht, die zu uns passt.
Natürlich hätten wir an verschiedenen Stellen Geld sparen können. Ein günstigeres Ferienhaus, weniger Törtchen oder konsequentes Selbstkochen hätten die Gesamtkosten deutlich reduziert. Gleichzeitig sind genau diese Dinge Teil dessen gewesen, was den Urlaub für uns ausgemacht hat. Für uns war es deshalb eine rundum gelungene Woche – voller Meerblick, Natur, gutem Essen und vieler kleiner Erinnerungen, die uns wahrscheinlich noch lange im Gedächtnis bleiben werden.